Erst ChatGPT, dann die Apotheke? Was der KI-Symptomcheck kann – und was nicht
Rund die Hälfte der Menschen in Deutschland nutzt inzwischen KI-Chatbots für gesundheitliche Fragen. Ein Blick darauf, wo das hilft – und wo es kippt.
Rund die Hälfte der Menschen in Deutschland nutzt inzwischen KI-Chatbots für gesundheitliche Fragen. Ein Blick darauf, wo das hilft – und wo es kippt.
Es ist halb elf abends, irgendetwas zwickt, und statt einzuschlafen tippen Sie Ihre Beschwerden ins Chatfenster. Innerhalb von Sekunden kommt eine ausführliche, freundlich formulierte Einschätzung zurück – und plötzlich stehen drei mögliche Erklärungen im Raum, von denen zwei beunruhigend klingen.
Falls Sie das kennen: Sie sind damit längst nicht allein. Rund die Hälfte der Menschen in Deutschland nutzt inzwischen KI-Chatbots für gesundheitliche Fragen.
Ein Chatbot antwortet immer. Er antwortet sofort, in ganzen Sätzen, geduldig und ohne Wartezimmer. Genau das macht ihn attraktiv – und genau darin liegt auch die Schwierigkeit: Ein sprachlich souveräner Text fühlt sich richtig an, unabhängig davon, ob er inhaltlich stimmt.
Eine Untersuchung der University of Oxford hat das eindrücklich gezeigt. Fütterte man die Sprachmodelle mit vollständig und fachlich präzise beschriebenen Fällen, lagen sie in rund 94 Prozent der Fälle richtig. Beschrieben dagegen Laien dieselben Fälle mit eigenen Worten, sank die Trefferquote auf unter 35 Prozent. Die Qualität der Antwort hängt also massiv davon ab, wie gut die Frage gestellt ist – und woher soll man als Betroffener wissen, welches Detail entscheidend ist?
Interessant ist weniger, was die KI sagt, sondern was Menschen danach tun. Zwei Drittel derjenigen, die einen Chatbot zu Gesundheitsfragen befragt haben, haben aufgrund der Einschätzung anschließend gehandelt: Sie sind in eine Praxis oder Notaufnahme gegangen – oder haben einen bereits vereinbarten Termin wieder abgesagt.
Beides kann daneben liegen. Eine harmlose Sache wird zum nächtlichen Notfall, oder etwas, das man sich hätte anschauen lassen sollen, wird abgehakt. Dazu kommt: Chatbots kennzeichnen in der Regel nicht, wenn sie sich unsicher sind. Sie formulieren Unklarheit genauso flüssig wie gesichertes Wissen.
Nichts spricht dagegen, sich vorab zu informieren – im Gegenteil, wer sich mit dem eigenen Körper beschäftigt, kommt besser vorbereitet ins Gespräch. Ein paar Punkte machen dabei einen Unterschied:
Wir sehen Sie. Wir sehen, wie Sie in die Apotheke kommen, wie Sie sprechen, wie Sie aussehen. Und wir kennen Ihre Medikation.
Wir wissen, was Sie vergangenen Monat abgeholt haben, und können nachfragen, wenn etwas nicht zusammenpasst – auch die Frage, die Sie selbst gar nicht gestellt hätten.
Gerade wenn mehrere Präparate zusammenkommen, ist unser Medikamenten-TÜV die deutlich verlässlichere Adresse als ein Chatverlauf.
Wir sagen Ihnen auch, wenn wir etwas nicht beurteilen können – statt flüssig über Unsicherheit hinwegzuformulieren.
Beim Medikamenten-TÜV schauen wir uns Ihre komplette Medikation an, inklusive rezeptfreier Mittel und Nahrungsergänzung, und besprechen mit Ihnen, was wirklich zusammenpasst.
Sie haben etwas recherchiert und wissen nicht, was Sie davon halten sollen? So machen wir gemeinsam etwas daraus:
Sie finden uns am Marktplatz 2 in Asperg, telefonisch oder rund um die Uhr im LiveChat – dort beantwortet Ihre Frage übrigens eine Apothekerin oder ein Apotheker, kein Chatbot. Zum LiveChat
Wir gehen sie gemeinsam durch, ordnen ein, was für Sie relevant ist, und sagen Ihnen ehrlich, wenn wir etwas nicht beurteilen können. Wenn mehrere Präparate zusammenkommen, schauen wir uns im Medikamenten-TÜV das komplette Bild an.
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